18.04.2019

Camcorder´s first light

Bisher habe ich meine Aufnahmen mit einem kleinen FHD-Camcorder und der DSLR gemacht. Nun nutze ich als Hauptkamera einen professionell ausgestatteten Henkelmann. Der hatte sein First Light Mitte April 2019 am Finowkanal in Brandenburg, wo ein paar Enten als Hauptdarsteller fungierten. Bis alle Funktionen der Kamera ausgetestet sind, wird einige Zeit in's Land gehen. Die ersten Aufnahmen sind aber schon recht vielversprechend.

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Mit dem Kauf des Camcorders bin ich einen riesigen Kompromiss eingegangen zwischen Sensorgröße und Bildwinkel. Das zweifellos tadellose Objektiv bringt es auf erstaunliche 720 mm Brennweite (entspr. Kleinbild), was natürlich den Nachteil kleiner Sensoren nach sich zieht. Davon hat die Kamera aber gleich drei. Für jede der drei Grundfarben Rot, Grün und Blau ist ein separater Sensor zuständig. Besonders interessant für mich waren die Funktionen des zuschaltbaren ND-Filters, was an sich keine Neuigkeit ist. Der ND-Filter kann per Elektronik aber auch variabel seine Zuarbeit leisten, so dass Helligkeitsunterschiede automatisch ausgeglichen werden, ohne dass Iris und Shutter (Blende und Belichtungszeit) verändert werden müssen. Die Kamera hat weitere sehr nette Funktionen, wie zum Beispiel die Intervallaufnahme oder auch S&Q-Motion (Zeitlupe/ Zeitraffer). Ein wichtiges Kaufargument war die Cache-Aufnahme-Funktion mit bis zu 24 Sekunden Voraufzeichnung.
Andere Funktionen spielten zunächst keine große Rolle. So kann die Kamera Full HD und 4 K gleichzeitig aufnehmen und auf separaten Speicherkarten speichern. Auch sehr hübsch: Zur Datensicherung kann eine UBS-3-Festplatte direkt an die Kamera angeschlossen werden.

In der Kamera steckt neben den genannten Dingen noch viel mehr. Einige Funktionen werde ich sicher öfter brauchen, andere gar nicht. So ist z.B. die Netzwerkfunktionalität, die man per Lizenz dazukaufen kann, für mich nicht wichtig. Ein Nachrichtenreporter könnte so live Proxydateien zum Schnittplatz senden oder gar ganz live auf Sendung gehen. Ok...

Hier noch einmal die wichtigsten Dinge in Stichpunkten:

Camcorder SONY PXW-Z190V

  • Gewicht: 2,8 kg
  • Videoformat: XAVC-L (3840 x 2160, 1920 x 1080, 1280 x 720), MPEG 422, MPEG 420, DVCAM, max. 150 MBit/s
  • Bildfrequenz: bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde
  • Audio: LPCM 24 Bit, 48 kHz, 4 Kanäle
  • Brennweite: 3,7 - 92,5 mm (28,8 - 720 mm entspr. Kleinbild)
  • Blende: F1.6 bis 11 und C (geschlossen)
  • Sensor: 1/3"-Exmor-R-3CMOS
  • Shutter: 1/24 bis 1/8000
  • Slow-Shutter (SLS): 2, 3, 4 , 5... 64 Frames
  • Verstärkung -3 bis 30 dB, AGC
  • Anschlüsse: 2x XLR (Mikro), 3x BNC (SDI-Ausg., Timecode-Eing., Timecode-Ausg.) 3,5mm Klinke (Kopfhörer) 1x USB-Micro, 1x USB-A 3.0, 1x USB-A 2.0, DC-Eingang, HDMI-Ausg., LAN, 1x Lanc
  • WiFi/ NFC (2,4 GHz und 5,2 GHz)
  • Kartenslots: 2x (Bildaufzeichnung), 1x Utility SD

usw.

Ich glaube, das reicht erst mal.

Zur Kamera habe ich gleich ein passendes Mikro, Ersatz-Akku, Stativ, Kameratasche und Kleinkram erworben. Ne Menge Holz...

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