Kamera-Falle, #1


Eine Kamera-Falle besteht im einfachsten Fall aus einer herkömmlichen Wildkamera. Für qualitativ hochwertige Aufnahmen benutzen Tierfotografen auch Kamera-Fallen, die mit einer DSLR bestückt sind. Ein PIR-Sensor dient dabei der Erfassung von Temperaturunterschieden in Verbindung mit einer Bewegung. Gerät ein Tier in die Reichweite eines solchen Sensors, löst dieser die Aufnahme aus. Auch Lichtschranken und andere Sensoren finden bei Kamera-Fallen Anwendung. So weit, so gut.

Nun möchte ich aber keine Fotos aufnehmen, sondern Videos. Das ist dann schon etwas schwieriger, denn wenn der Sensor die Kamera auslöst, filmt diese solange, bis der Akku leer oder die Speicherkarte voll ist. Es braucht also einen zusätzlichen Impuls, um die Aufnahme zu stoppen. Bei einer Wildkamera kann man einstellen, wie lange die Aufnahme gehen soll. Meist im Bereich von 10 bis 30 Sekunden.

In meiner Ausrüstung befindet sich ein älterer Camcorder, der eine Bewegungserkennung eingebaut hat. Dieser filmt solange, wie sich etwas vor der Kamera bewegt. D.h., die Aufnahme wird automatisch abgeschlossen, wenn sich vor der Kamera nichts mehr tut. An einer Vogelfutterstelle habe ich das schon ausprobiert (Bild oben). Es funktioniert recht gut. Allerdings: Die Verzögerung zwischen Erfassung der Bewegung und Auslösung der Kamera ist relativ groß. Auch nimmt das Feld der Bewegungserkennung nicht das gesamte Bildfeld ein, so dass quasi ein Tier immer schon im Bild ist, bevor die Kamera aufnimmt.

Der Camcorder aus dem Jahr 2013 hat eine optische Bewegungserkennung schon eingebaut.

Über das Menü "Spezialaufnahme" lässt sich die automatische Aufnahme ein- und ausschalten.

Der rote Rahmen markiert das Feld, in dem Bewegungen erkannt werden.

Nichtsdestotrotz bekommt die Kamera bei mir ihr "zweites Leben" und wird u.a. auch als Kamera-Falle eingesetzt. Das Problem der Akkulaufzeit habe ich mit einer Powerbank gelöst, die 12 Volt am Ausgang liefert. Ein Step-Down-Regler begrenzt die Spannung auf 11 Volt, wie sie auch aus dem Netzteil des Camcorders kommt. Kamera, Mikrofon und Stromversorgung finden in einem kleinen Koffer Platz, der mit einer Stativplatte ausgerüstet ist.

Bereit zum ersten Test. Es fehlen noch Öffnungen für die Mikros und eine Sonnenblende.

Innenansicht der Kamera-Falle
Kamera-Falle auf Stativ
Kamera-Falle am Boden

Eine zweite Kamera-Falle ist bereits in Arbeit.