Die Sonnenfinsternis vom 20.03.2015

Bei dieser Sonnenfinsternis handelte es sich um eine totale Finsternis, die über dem Nordatlantik, die Färöer Inseln bis nach Spitzbergen beobachtet werden konnte. In Europa war die Finsternis partiell zu erleben.
Je nach Ort waren unterschiedliche Phasen der Bedeckung beobachtbar. Der Grad der Bedeckung nahm in Richtung Südost ab. An meinem Beobachtungsort waren es immerhin noch 74%.

Wetterstatistik

Ich habe mir in Vorbereitung auf die Sonnenfinsternis mal die Wetterdaten der letzten 20 Jahre angesehen... Naja, sehr durchwachsen. Glücklicherweise waren die Vorhersagen für meinen Beobachtungsort mehr als hoffnungsvoll. Mit einer Tageshöchsttemperatur von 12°C und einer Sonnenscheindauer von über 8 Stunden waren optimale Bedingungen zur Beobachtung der Finsternis gegeben.

(Datenbasis: Deutscher Wetterdienst)

Beobachtungsort

Als Beobachtungsort wurde ein Dörfchen im Landkreis Märkisch Oderland gewählt, von dessen Dorfrand eine freie Sicht von Ost nach Südwest gegeben war. Er liegt ca. 2,5 km vor der Grenze zu Polen bei N52°49.600 zu E014°5.271.

(Kartenausschnitt: Google Inc.)

Finsternisdaten

Phase

Zeit Altitude Azimut

Beginn der Finsternis:

09:39:35 MEZ 28° 135°

Mitte der Finsternis: 

10:48:13 MEZ  34°  154° 

Ende der Finsternis: 

11:59:17 MEZ  37°  175° 
 

Beobachtungstechnik

  • Skywatcher´s Maksutov 90/1250
  • Skywatcher´s Star Adventurer
  • Astro-Solar-Folienfilter, ND 5
  • DSLR Nikon D5300
  • Camcorder JVC GC-PX100
  • Luxmeter "Mastech MS 6610"
  • Temperaturmessgerät "Voltcraft K 202 Datalogger"
  • Blackmagic Cinema
  • Panasonic HPX 600

Messungen

Für die Temperaturmessungen wurde ein digitales Temperaturmessgerät „Voltcraft K202 Data Logger“ verwendet. Das Gerät verfügt über zwei Temperaturmessfühler, von denen einer die Temperatur im Licht, der andere die Temperatur im Schatten messen sollte. Der Verlauf der Messungen ließ sich live am Laptop verfolgen. Die Mess-Fühler waren nicht besonders geschützt, so dass die Kurven sehr "zackig" ausflielen. Man sieht aber sehr schön, wie die Temperaturen über den Finsternisverlauf stagnierten und dann weiter anstiegen.

Der Helligkeitsverlauf wurde mit einem Luxmeter „Mastech MS 6610“ gemessen. Die Messwerte wurden im Minutenabstand händisch notiert, da das Messgerät nicht über eine Aufzeichnungsfunktion verfügt. Der Sensor war auf einem Stativkopf angebracht und auf den Sonnenstand zur Finsternismitte ausgerichtet.

Bilder

Die optische Aufzeichnung des Finsternisverlaufes erfolgte mit der DSLR am Teleskop und mit dem Camcorder. Beobachtungskollege und Bruder Thomas hat mit Astronomie nichts am Hut, aber die SoFi wollte er sich auch nicht entgehen lassen. Er zeichnete die Finsternis mit seiner EB-Kamera Panasonic HPX 600 auf. Außerdem konnte er noch mit einer Blackmagic Cinema Camera den Beobachtungsplatz "überwachen" und ein Zeitraffer drehen. Daraus stammen die folgenden drei Einzelbilder, die den Helligkeitsabfall verdeutlichen.

Und hier noch ein paar Bilder von diesem Beobachtungstag: