Projekt: Meteorkamera im 3D-Druck

Den Gedanken, eine Meteor-Kamera zu bauen, hatte ich schon lange. Im Netz gibt es, neben käuflichen Varianten, auch jede Menge Eigenbauten zu sehen. Meine Überlegung: Kann so ein Ding im 3D-Druck hergestellt werden? Die Konstruktion sollte dabei möglichst einfach sein. Nach mehreren Versuchen, mit dem „3D-Builder“ etwas zu konstruieren, kam das hier beschriebene Modell heraus.
Das Kameragehäuse besteht nicht komplett aus 3D-Druckteilen. Klar, den Glasdom muss man sich in passender Größe kaufen. Für den Gehäusebau verwendete ich zudem ein Regenfallrohr (DN 75) aus dem Baumarkt. Die übrigen Teile stammen aus dem 3D-Drucker. Ergänzt wird das Ganze durch M4/M5-Schrauben und zwei selbst geschnittenen Dichtungen.

Bauteile

  • Regenfallrohr, weiß, braun oder grau, DN 75, ca. 12 cm lang (Baumarkt, ab 1 Meter Länge)
  • 3D-Druckteile, ABS oder PLA (siehe Downloadlink unten)
  • 1 x Schraube M5x35, 1 x Mutter M5, 1 x U-Scheibe M5 (Baumarkt)
  • 1 x Flachrundschraube, Kunststoff, M4x20 (Baumarkt, Internet)
  • 11 x Flachrundschraube M4x20 und ggf. U-Scheiben
  • Aluminium-Rohr, 25 mm (Baumarkt, ab 1 Meter Länge)
  • JMX Acryl Dome, 2.9 Zoll (Internet)
  • Kamera "ALTAIR GPCam2, IMX224C, mit Objektiv 2.1 mm, f/1.6 (Astro-Fachhandel)

Übrigens spreche ich hier bewusst nicht von einer „All Sky Kamera“, denn das Objektiv meiner "ALTAIR GPCam2" deckt nicht den gesamten Himmel ab. Das werde ich vielleicht später durch Einbau eines anderen Objektives realisieren. Momentan macht es aber keinen Sinn, da ich nicht die Möglichkeit habe, die Kamera fest zu installieren.
Statt dessen soll sie auf einem Stativ montiert werden. So kann sie während der Beobachtung im Hintergrund mit aufzeichnen. Bei der Suche nach einer Lösung für die Stativmontage musste der Mastfuß noch einmal neu gefertigt werden, da das Mittelrohr des Stativs einen anderen Durchmesser hat, als das ursprünglich vorgesehene Alurohr. Hier zeigt sich ein wesentlicher Vorteil des 3D-Drucks. Ein benötigtes Teil ist am PC fix konstruiert und relativ schnell und kostengünstig hergestellt.

Ein Test der ganzen Konstruktion erfolgt beim HTT 2018. Dann gibt es auch erste Bilder.

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