3D-Prints for Astronomy

... meine erste Begegnung mit einem 3D-Drucker hatte ich auf den Herzberger Teleskoptreffen 2016. Die Radebeuler Sternfreunde hatten so ein Ding aufgebaut und einige 3D-Modelle vorgestellt. Ende 2017 stand so ein Ding dann auch bei mir auf dem Wunschzettel...

Die Arbeit mit einem 3D-Drucker ist, wenn man das Funktionsprinzip erst einmal verstanden hat, recht einfach. Am Anfang hatte ich aber auch so meine Probleme. Das größte Problem: die Modelle lösten sich fast regelmäßig vom Drucktisch und wurden dadurch unbrauchbar. Seit dem ich im Druckprogramm an bestimmter Stelle ein Häkchen gesetzt hatte, blieb das aber aus. Zusätzliche Sicherheit gibt mir eine Dose Haarlack, die neben dem Druckertisch steht. Dünn aufgetragen haften die Modelle sicher auf dem Drucktisch. Nach dem Drucken lassen sie sich leicht vom Drucktisch lösen.
Für die Herstellung von Modellen benutze ich die App "3D Builder" welche bereits im Betriebssystem integriert ist bzw. kostenlos bei Herrn Gates bezogen werden kann (PC). Außerdem benötigt man ein Programm, welches die Daten aus dem  "3D Builder" in den Maschinencode übersetzt, mit dem der Drucker arbeitet. Das Programm lag dem Drucker bei.

Apropos "Beilagen": Ich habe mir den Drucker "Anycubic i3 Mega" zugelegt. Im Lieferumfang waren dabei neben dem Drucker noch

  • vier Inbus-Schlüssel verschiedener Größen
  • zwei Gabelschlüssel verschiedener Größen
  • ein kleiner Schraubendreher
  • eine Pinzette
  • ein Spachtel
  • eine kleine Drahtschere
  • eine SD-Speicherkarte
  • ein USB-Kartenlesegerät
  • ein Speicherkarten-Adapter für Micro-SD-Karten
  • ein separater Extruder
  • ein End-Schalter
  • ein Druckerkabel
  • eine Trommel Filament (ca. 1 kg PLA)
  • eine Bedienungsanleitung in englischer Sprache

Der Drucker kam als Bausatz, wobei "Bausatz" eigentlich das falsche Wort dafür ist. Zwei Teile mit jeweils vier Schrauben links und rechts zu verbinden, hat mit "Bausatz" sicher nichts zu tun. Achso... ich vergaß: da waren ja noch drei Stecker mit unterschiedlicher Größe und Farbgebung... ;)
Drei Abende hatte ich herumprobiert  und nach einigen Fehldrucken das Funktionsprinzip verstanden. Wie bei einem "normalen" Drucker auch, sind einige Sachen einzustellen, damit der Druck gelingt. Während man beim Papierbedrucken u.a. die Papierstärke, Farboptionen usw. einstellen muss, sind es beim 3D-Drucker (neben anderen Werten) die Temperaturen für Druckkopf und Heizbett, Materialstärken, Füllung und Druckgeschwindigkeiten. Auch muss das Druckbett immer wieder mal neu kalibriert, also der Abstand zwischen Druckdüse und Druckbett auf wenige zehntel Millimeter eingestellt werden. Mit dem entsprechendem Workflow gelingen dann recht ansehnliche 3D-Drucke.

Der 3D-Druck eignet sich auch für maßhaltige Modelle. Man muss jedoch berücksichtigen, dass das ABS nach dem Erkalten um rund 1% geschrumpft ist. Im Druckprogramm kann man das Modell entsprechend skalieren und erhält (mit etwas Übung) ein millimetergenaues Teil.


3D-Modelle

Hier einige meiner Zubehörteile aus dem 3D-Drucker: